FAMI an der TUB_HH

Meine Ausbildung

Rückblick – Studienfahrt Helsinki

Am Dienstag morgen trafen wir uns alle, noch nicht ganz so munter, am Hamburger Flughafen. Von dort aus flogen wir nach Düsseldorf. Dort hatten wir circa eine Stunde Aufenthalt, bevor wir in den Flieger nach Helsinki stiegen. Nach 2 Stunden Flug landeten wir am Flughafen Helsinki-Vantaa, dieser liegt circa 15 Kilometer nördlich vom Zentrum Helsinkis. Vom Flughafen aus fuhren wir mit einem Bus bis zum Hauptbahnhof von Helsinki, den Rest des Weges zum Hostel erledigten wir zu fuss. Angekommen am Hostel war der erste Eindruck nicht gerade gut. Die gesamte Vorderseite des Gebäudes war mit Bauplanen eingehüllt und der Baulärm war unerträglich laut. Ich habe mir ein Zimmer mit 2 Klassenkameradinnen geteilt. Die Zimmer waren recht ordentlich eingerichtet, ein großes Bad, eine kleine Küchenzeile, 3 Betten und ein Esstisch mit Stühlen. Unser Zimmer ging zur Straße hinaus und wir hatten ein großes Fenster dort hin. Eigentlich stand am ersten Tag noch der Stadtrundgang auf dem Programm, wir waren jedoch alle so kaputt vom Flug, dass wir diesen auf den nächsten Tag verschoben und einen kleinen, kurzen Spaziergang durchs Zentrum von Helsinki machten.

Am nächsten Tag hatten wir einen Termin in der Parlamentsbibliothek. Nach einem Vortrag über den Aufbau des Parlaments machten wir einen Rundgang durch die Räumlichkeiten der Bibliothek. Die Bibliothek erstreckt sich über 2 Stockwerke und verfügt über einen ziemlich alten, wertvollen Bestand. Nach der Bibliotheksführung führte uns eine andere nette Dame durch das Parlament und erzählte uns viel dazu. Nach dem Besuch hatten wir erstmal ein wenig Freizeit um uns für den Rest des Tages zu stärken. Auf dem Plan stand der Stadtrundgang, der eigentlich schon am Dienstag stattfinden sollte. Wir starteten bei Stockmann. Dies ist eine im Jahre 1862 gegründete finnische Warenhauskette. Das Hauptgeschäft ist in Helsinki und ist das größte Warenhaus in Finnland und Skandinavien. Von dort aus bummelten wir durch den Esplanadenpark, welches ein großer Anlaufpunkt für Touristen zum entspannen ist. Außerdem findet dort jährlich der größte Weihnachtsmarkt von Helsinki statt. Unser nächster Anlaufpunkt war der Havis Amanda Brunnen, der am Rand des Kauppatori-Platzes steht. Die bronzene Statue in der Mitte des Brunnen stellt eine Meerjungfrau dar. Havis Amanda steht im Mittelpunkt des finnischen Maifeiertag. Studenten waschen sie an diesem Tag und setzen ihr dann, vor vielen Zuschauern, eine Studentenmütze auf. Von dort aus schlenderten wir durch den Hafen, wo der Wochenmarkt gerade stattfand, zur Uspenski Kathedrale. Diese befindet sich auf einem Felsen am westlichen Ende der Halbinsel Katajanokka im Zentrum von Helsinki. Damals war die, auch von weitem sichtbare Kirche, ein Symbol der russischen Herrschaft über Finnland. Die Uspenski Kathedrale ist die größte orthodoxe Kirche im westlichen Europa. Der letzte Anlaufspunkt war der Dom von Helsinki. Dies ist eine evangelische Kirche in Helsinki und wurde von Carl Ludwig Engel entworfen. Sie liegt am Senatsplatz  und ist das bekannteste Wahrzeichen der Stadt Helsinki. Abends sahen wir uns das Halbfinalspiel der WM, Spanien gegen Deutschland, an.

Am Donnerstag besuchten wir die „Cable Factory“, ein Museum der finnischen Fotografie. Dort sahen wir uns 3 verschiedene Ausstellungen an. Zuerst wurden wir von einem Mitarbeiter durch die Ausstellungen geführt und er erläuterte viele der Bilder. Danach hatten wir Zeit die Ausstellung noch einmal selbst zu erkunden. Danach trafen wir uns mit einem sehr nettem älteren Herr. Dieser war deutsch und ist aufgrund seiner Frau, die Finnin ist, nach Helsinki ausgewandert. Er erzählte uns vieles, unter anderem wie er die anfänglichen Schwierigkeiten mit der Sprache bewältigen musste, wie er seine Frau traf und auch ein wenig Geschichtliches über Finnland. Leider mussten wir dieses Gespräch früher beenden, als wir es uns vorgenommen hatten, da wir draußen in einem Park saßen und uns ein Regenguss überraschte.

Am Tag darauf hatten wir einen Termin in der Deutsch-finnischen Handelskammer, auch diese lag im Stadtkern von Helsinki. Der Herr, der uns einen Vortrag hielt, versuchte seine deutschen Sprachkenntnisse zu nutzen, was uns sehr erfreute. Wir lernten viel über das Schulsystem von Helsinki und darüber, wie in Finnland eine Ausbildung abläuft.  Ein jüngerer Kollege, der auch in Deutschland lebte, berichtete ein wenig von dem Nachtleben in Helsinki und was man abends in Helsinki so erleben kann. Dieser Vortrag in der deutsch-finnischen Handelskammer hat mir sehr gut gefallen und wir wurden auf eine sehr nette Art und Weise begrüßt und behandelt. Von dort aus  gingen wir zur Stadtteilbibliothek, wo wir einen Termin hatten. Der Bibliotheksdirektor begrüsste uns und hielt uns einen Vortrag über die Bibliothek. Bibliotheken in Finnland sind für jedermann kostenlos zugänglich. Natürlich müssen Mahngebühren bezahlt werden, jedoch gibt es keine Jahresgebühren. Die Bibliothek, die wir besucht haben, besaß nur Bücher und Zeitschriften. Der Bestand enthält keinerlei DVD’s, CD’s, Disketten, etc.. Während des Vortrags gab der Direktor 2 ganz besondere „Bücher“ aus seinem Bestand herum. Das eine war ein Buch, das aus Kopfkissen gemacht wurden ist und auf jeder „Seite“ des Buches waren andere Sachen raufgenäht. Nach dem Vortrag machten wir einen Rundgang durch die Räumlichkeiten der Bibliothek. Interessant war die Kunstbibliothek, in der untersten Etage des Gebäudes. Hier lagerten gemalte Bilder und Tonfiguren, die man sich „ausleihen“ kann. Pro Monat zahlt man eine gewisse Gebühr und man kann das Gemälde oder andere künstlerische Gegenstände für den Monat behalten. Ist der volle Preis irgendwann, durch die monatlichen Gebühren abbezahlt, darf man den Gegenstand für immer behalten. Die Bibliothek erstreckt sich über mehrere Stockwerke, welche durch eine Wendeltreppe zu erreichen sind. Auch ein paar deutsche Bücher hat die Bibliothek in ihrem Bestand. In einem der Stockwerke gibt es einen Lesesaal, welcher sehr gemütlich eingerichtet ist und auch wirklich zum lesen und stöbern einlädt. Hier wird sehr auf die Ruhe geachtet ! Sehr witzig war ein Zettelkatalog, der „Überraschungskatalog“ hieß. In jeder der Schubladen haben die Bibliotheksmitarbeiter verschiedene Dinge versteckt, wie z.B. Spielkarten, Nüsse etc..

Am Samstag hatten wir den kompletten Tag zur freien Verfügung. Wir nutzen das gute Wetter aus um an den Strand zu gehen und bummelten nachmittags ein wenig im Stadtzentrum.

Am Sonntag hatten wir die Chance den deutschen Gottesdienst in der Felsenkirche zu besuchen. Keiner meiner Mitschüler nahm dies in Anspruch, jedoch war unser Lehrer dort und berichtete, dass er der einzige gewesen sei, der keine grauen Haare und keinen Bart trug. An sich war der Gottesdienst jedoch aber sehenswert. Nachmittags wanderten wir zur Seurasaari Insel. Einige fuhren mit dem Bus dort hin, ich habe diesen auf dem Rückweg in Anspruch genommen. Die Insel durften wir selbst erkunden und wir verbrachten die meiste Zeit am Strand.

Am nächsten Tag standen die Universitätsbibliothek und die Nationalbibliothek auf dem Programm. Da ich aber leider mit einer Mandelentzündung im Hostel bleiben musste, konnten mir meine Mitschüler nur von dem Ausflug erzählen.

Am Montag frühstückten wir alle gemeinsam im Innenhof des Hostels und führten ein rückblickendes Gespräch über die Studienfahrt. Die Zeit bis zur Abfahrt zum Flughafen überbrückten wir uns mit Kartenspielen.

Fazit : Helsinki ist eine schöne Stadt und einen Besuch wert. Viele junge Menschen leben in dieser kleinen, schnelllebigen Stadt und auch wir haben dort ein paar Einheimische kennengelernt. Ich muss zugeben, dass ich mich zuerst geärgert habe,das wir nicht in den Süden fahren, so wie andere Schulen das machen. Denn ich hatte von noch niemandem gehört, der seinen Urlaub in Helsinki verbracht hat. Als wir wieder nach Hause geflogen sind habe ich mir geschworen, dass diese Stadt mich noch ein zweites mal zu sehen bekommen wird. Und auch viele meiner Klassenkameraden waren von der Stadt begeistert.

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